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von Anna Gamper September 21, 2020

Am Talschluss des Martelltales, einem Seitental des Vinschgaus, nach dem "Zufritt"-Stausee, eingebettet in den Nationalpark Stilfser Joch, befindet sich der Erlebnisweg Plima-Schlucht. Dieser ist relativ neu (eröffnet im Jahr 2017) und ein Abenteuer für Groß und Klein!
  • Start: Martelltal, Parkplatz am Talschluss
  • Ziel: Zufallhütte
  • Schwierigkeitsgrad: Leicht
  • Wegweiser: "Erlebnis Plima-Schlucht"
  • Weglänge: 6 km
  • Gehzeit: 1 Stunde (Aufstieg); 1 Stunde (Abstieg)
  • Höhenunterschied: 250 hm
  • Höhenlage Zielpunkt: 2265 m
  • Einkehrmöglichkeiten: Zufallhütte
  • Erlebt: Mitte September 2020

Fahrt zum Ausgangspunkt

Mit dem Auto:

Die Anfahrt kann entweder mit dem Auto ab Meran (ca. 1 Stunde) oder ab dem Reschenpass (ca. 1,5 Stunden) jeweils nach Latsch (Vinschgau) erfolgen. Bei Latsch abbiegen in das Martelltal. Die Straße entlang, vorbei am Zufrittstausee bis hin zum Talschluss, wo sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz befindet. Bitte beachten, die Straßen Richtung Talschluss sind recht eng, steil und kurvig.

Mit dem Zug/Bus: 

Ab Meran mit der Vinschgerbahn Richtung Mals. In Goldrain aussteigen und den Bus Nummer 262 nach "Rifugio Genziana" nehmen (insgesamt ca.1,5h).

Ab Reschen mit dem Bus Nummer 273 nach Mals. Ab dort mit dem Zug Richtung Meran nach Goldrain. Den Bus Nummer 262 nach "Rifugio Genziana" nehmen (insgesamt ca. 2,5h).

Start der Tour

Nachdem wir geparkt haben, machen wir uns auf den Weg und folgen dem Wegweiser "Erlebnis Plima-Schlucht".  Bald darauf kommen wir zu einer großen Tafel, wo die Route und deren einzelnen Stationen gekennzeichnet sind. 

 

Route Erlebnisweg Plimaschlucht

Um sich ein noch besseres Bild der Schlucht zu machen, wurden hier von Ingenieuren und Architekten vier begehbare Plattformen aus Stahl errichtet. Man spürt wahrhaftig die Kräfte der Natur! Wusstest du, dass die Schlucht ihren Namen von dem Wildbach Plima hat, der durch die Schlucht hindurchfließt?

Wir erreichen die erste Plattform, genannt "Kelle". Treppen führen abwärts zum Aussichtspunkt. Mengen an Wasser tosen hier aus den Gletschern der Zufallspitze mit Wucht über die Steine. 

Erlebnisweg Plima-Schlucht

Wir gehen nun den gemütlichen Weg weiter bis zur Zufallhütte.

Dort angekommen erwartet uns ein faszinierendes Panorama auf die umliegende Gletscherregion und den Monte Cevedale (3769m), den dritthöchsten Berg Südtirols. Man sieht sogar von weitem den Zufritt-Stausee. 

Man kann an der Zufallhütte eine alte Kapelle besichtigen und auch Kinder haben ihren Spaß auf einem kleinen Spielplatz. Möglichkeiten zum Picknicken gibt es auch genügend... ein richtiges Familienparadies! :-) Achtung: Die Wege sind nicht Kinderwagentauglich. 

Aussicht auf die Plimaschlucht

Energietanken an der Zufallhütte

Die Zufallhütte versorgt dich mit leckeren und traditionellen Hüttengerichten. Nebenbei bietet die Hütte sogar ca. 80 Bettenlager an! Gepäck kann auf Anfrage mit der Seilbahn transportiert werden.

Wir genießen (natürlich wie immer) einen Kaiserschmarrn und Pfifferling-Spaghetti. Bei dieser traumhaften Aussicht schmeckt das Essen sogar nochmal viel besser! ;-) 

 Essen an der Zufallhütte

Der Rückweg

Es besteht die Möglichkeit die Wanderung noch fortzusetzen und den alten Staudamm zu besichtigen, was wir wegen aufkommenden Regenwolken jedoch nicht mehr getan haben. 

Wir machen uns also von der Zufallhütte auf zum Parkplatz, was ungefähr eine Stunde dauert. Info: Da es sich um eine Rundwanderung handelt, empfiehlt es sich auf der anderen Seite der Plimaschlucht zurückzuwandern, um keine weiteren Sehenswürdigkeiten der Route zu verpassen (lohnt sich)! 

Über die architektonisch auffällig gebaute Hängebrücke überqueren wir den Plimabach bzw. die Plimaschlucht und kommen dadurch zur anderen Seite der Route. Ein weiteres besonderes Highlight direkt nach der Brücke ist ein kleiner Wasserfall. 

Plimaschlucht

Weiter geht es zu den nächsten Aussichtspunkten, genannt "Sichel" und "Kanzel". Von dort sieht man in der Ferne die Ruine vom Hotel Valmartello - Paradiso del Cevedale, einem einst berühmten Sommerfrische- und später im 2. Weltkrieg Spionage-Ort. 

Plimaschlucht

Unten angekommen, kann man die 1933 erbaute Hotelanlage noch von außen besichtigen (kein Zutritt möglich bzw. erlaubt). 

Von der Ruine aus dauert es nur noch wenige Minuten bis zum Parkplatz. 

Hier noch ein paar Videoausschnitte zu unserer Wanderung bei der Plima-Schlucht in Martell.

Fazit

Eine traumhaft schöne Wanderung, perfekt auch für Familien mit Kindern. Hier hat jeder seinen Spaß, egal ob Jung oder Alt. Die Wanderung ist einfach und mit besseren Sportschuhen oder leichten Bergschuhen begehbar. 

Auf Kinderwagen sollte man aber doch verzichten und besser einen Tragerucksack nehmen.

Die vier Stationen machen die Wanderung zu etwas ganz Besonderem. Hier kommt man der Natur richtig nahe und man kann die unglaubliche Macht des Wassers spüren.

Diese Wanderung kann ich nur zutiefst weiterempfehlen. Eine richtige Erlebniswanderung (wortwörtlich), welche man sicher nicht so schnell vergisst....

In Liebe,

Anna